In der vorherigen Sitzung des Stadtrats hatten die Grünen per Verweisung in die Ausschüsse verhindert, dass der Bau von Außenanlagen zahlreicher hallescher Schulen gefasst werden konnte. In der Sitzung vom Mittwoch, den 27.05.2020, sollte diese Abstimmung mit einem Monat Verspätung erfolgen. Inhaltlich wollten die Grünen per Änderungsantrag zahlreiche Änderungen vornehmen lassen. Dazu gehörten die Verbote bestimmte Bäume zu fällen, ohne zu prüfen ob die Maßnahmen damit noch umzusetzen sind. Eine Forderung war, möglichst wenig Fläche zu versiegeln, was im Zweifel zu erhöhten Reinigungskosten führen dürfte, wenn die Kinder an Regentagen den Schlamm der unbefestigten Flächen in die Schulgebäude tragen und diese dann aufwendiger gereinigt werden müssen. Schließlich umfassten die Forderungen noch Zisternen, deren Gegenfinanzierung niemand benennen konnte, und behindertengerechte Vorrichtungen wie Rampen. Wie man eine drei Meter hohe Treppe ordnungsgerecht mit einer Rampe überbrücken soll, muss dann die Stadt meistern, mit entsprechend hohen Kosten. Der OB beugte sich dem Druck und übernahm die Vorschläge der Grünen, so dass sich eine Abstimmung über die Änderungsanträge erübrigte.

Wir stimmten den Schulhofsanierungen zu, auch wenn wir beklagen, dass das exzellente System der Förderschulen mit seinem fachlich geschulten Personal viel besser geeignet ist, die Schüler, die dies benötigen, gezielt zu fördern. Ein Klassenverband von 28 Schülern ermöglicht selbst mit Betreuern keine ausreichende Förderung und keinesfalls kann hier die Förderqualität der Förderschule erreicht werden. Denn es ist schlicht nicht leistbar, jedem Förderschüler einen eigenen persönlichen Förderpädagogen an die Seite zu stellen, der ja dann bei Krankheit auch noch einer Vertretung bedürfte. Hier versündigt sich Links-Grün einmal mehr und das wiederum nur aus ideologischen Gründen.

Ratio versus rot-grüne Ideologien: Schulumbauten müssen sinnhaft, ganzheitlich und finanzierbar sein