Michael Werner-Boelz (54), Grünen-Politiker und Leiter des Bezirks Hamburg-Nord, zu dem die Ortsteile Eppendorf, Fuhlsbüttel und Langenhorn gehören, erklärte bei seinem Amtsantritt im Februar vor knapp einem Jahr, den Bau neuer Einfamilienhäuser nicht mehr zuzulassen. Der Gebäudetyp sei ineffizient und nehme zu viel Platz weg.

Bundesweit gab es darüber berechtigte Empörung, denn der Traum vom eigenen Haus ist nach wie vor groß bei den Deutschen. Umfragen ergeben regelmäßig, dass zwischen 70 und 75 % der Deutschen am liebsten in einem frei stehenden Eigenheim leben würden.
Dass Grüne Politiker das Volk umerziehen wollen, ist ja nun nichts Neues mehr. Aber Boelz meinte „Die politische Resonanz war vergleichsweise positiv“. Ohnehin stünde dies im Koalitionsvertrag mit der SPD.
„Im Geschosswohnungsbau kann auf der gleichen Grundfläche deutlich mehr Familien oder Wohnungssuchenden ein neuen Zuhause geboten werden als in Einfamilienhäusern“, war die Erklärung des Bezirksamtschef Boelz zu dieser, gegen die mehrheitlichen Interessen der eigenen Bürger gerichteten Verbotspolitik.

Nun könnte man meinen, was irgendein Grüner in Hamburg-Nord macht, ginge uns ja nichts an. Aber weit gefehlt. Laut einem Artikel hinter der Bezahlschranke auf welt.de werde diese Strategie nun bundesweit angestrebt. So war dort zu lesen:
„Was Werner-Boelz in Hamburg-Nord macht, könnte bundesweit zum Standard in der Stadtplanung werden. Zunächst in Ballungszentren, irgendwann aber auch in ländlichen Regionen. In kleinen Schritten wird das Einfamilienhaus zum umweltpolitischen Problemfall erklärt.“ und weiter: „Energetische Vorgaben werden immer strenger. Bauland ist knapp und teuer. Und nicht zuletzt ist in diesem Jahr Bundestagswahl, und mit den Grünen könnte eine Partei an die Macht kommen, bei der weniger Ressourcen- und Flächenverbrauch ganz oben auf der Agenda stehen. Tatsächlich dürfte es nur mit harten politischen Vorgaben gehen, denn nach wie vor ist das selbst gebaute Einfamilienhaus bei den Bürgern extrem beliebt.“

In Halle ist bereits seit einiger Zeit zu beobachten, dass die Grünen eben nach dieser Strategie verfahren. So brachte man im Januar 2020 einen Änderungsantrag ein, nach dem zur Wohnbebauung vorgesehene Flächen in Reideburg brach bleiben sollten (VII/2019/00030). Im Dezember 2020 bzw. Januar 2021 wurde beantragt das Nahversorgungszentrum Beesener Straße mit Geschosswohnungsbau und begrünten Fassaden zu ergänzen (VII/2020/01125). Der Bezug zum Nahversorgungszentrum ist dabei nicht zu erkennen und es wird auch nicht erklärt wer dies finanzieren soll. Als klar wurde, dass die Investitionsruine „Sportparadies“ im Böllberger Weg durch einen neuen Investor abgerissen und mit Wohnraum ergänzt werden würde, schrieb man in der Geschäftsstelle der Grünen direkt einen Änderungsantrag, der die beantragte elf-geschössige Wohnbebauung untersagen soll. Man hat wohl bereits schnell vergessen welch Schandfleck für die Stadt dort bisher stand. Wie sonst auch, will man aber unbedingt Investoren verschrecken, die bereit sind in der Stadt eine Entwicklung anzustoßen. Man träumt vom Leben auf dem Land, möchte aber die Vorzüge der Stadt nicht missen und zwingt daher wieder einmal die Stadt dazu ländliche Strukturen in der Stadt zu schaffen. Die Bevormundung der Bürger ist ein Grundanliegen der Grünen, um eigene Vorstellungen zwangsweise umzusetzen. Die Strategie, immer weitere Anforderungen in die Bebauungspläne hinzuschreiben, fügt sich dort nahtlos an. Wenn Investoren verschreckt werden, weil die Baukosten mit den Extrawünschen der Grünen zu sehr explodieren würden oder das Investitionsziel nicht mehr erreicht werden kann, dann ist das ganz im Sinne der Grünen. Man möchte in seiner eigenen Welt bleiben und keine Entwicklung zulassen. Der Stadt entsteht dadurch ein immer größerer Schaden. Und da fragt man sich noch warum Unternehmen lieber in Leipzig statt in Halle investieren möchten.

Der bau- und wohnungspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion Chris Kühn Sagt dazu: „Die Zeit der Einfamilienhäuser im Neubau ist vorbei“ und „Es macht angesichts des demografischen Wandels keinen Sinn, einfach neue Einfamilienhaussiedlungen auszuweisen“.

Auf welt.de war dann weiter zu lesen: „Mit dem Gebäudetypus ließen sich die Klima- und Nachhaltigkeitsziele nicht erreichen, und das nicht nur wegen der ungünstigen Flächenausnutzung, sondern auch wegen der weiten Wege, die Einfamilienhausbewohner zurücklegen müssen, im Vergleich zu Bewohnern in verdichteten Quartieren. „Selbst im ländlichen Raum wird der Einfamilienhaus-Neubau deutlich an Bedeutung verlieren“, ist sich Kühn sicher.“

Fazit: Die Grünen haben sich bundesweit einmal mehr als unwählbar erwiesen. Es wird hier wieder ganz deutlich, wie brachial die Grünen den kulturell gewachsenen, ganz eigenen Charakter, die Eigenheiten- ja, die deutsche Seele zu zerstören suchen und wie wenig es sie daher interessiert, was das Volk will. Sie haben ihre Agenda und diese ziehen sie- koste es die Deutschen was es wolle- gnadenlos durch. Dass sie als Diener des Volkes in Verantwortung stehen müssten, interessiert sie nicht. Vom Grundgedanken einer freien Gesellschaft sind sie so weit entfernt wie der Teufel vom Weihwasser. Sie sehen sich als Erziehungsbevollmächtigte des Volkes, nicht als Haushalter und Hüter der Interessen des Volkes.
Der Artikel auf welt.de liest sich, nebenbei bemerkt, wie Hofberichterstattung, wie ein Werben um diese rotgrüne Verbotspolitik. Aber auch das ist wohl Teil des neuen Normal.

Mit uns, der AfD- Fraktion, wird es solch eine, gegen die Interessen der Bevölkerung gerichtete Politik nicht geben.

In Hamburg-Nord schon gängige Praxis – Neubau von Einfamilienhäusern von den Grünen bald bundesweit verboten?