Viele Hallenser, Arbeitnehmer, Mütter und Väter, die ihre Kinder zur Schule oder in den Kindergarten bringen mussten, haben heute Morgen bis 12 Uhr den Warnstreik der HAVAG zu spüren bekommen. Die Arbeitgeber, die sich weigern zu verhandeln, wollte man damit treffen, so die übliche Argumentation der roten Gewerkschafter. Knapp daneben ist aber auch vorbei. Es sind nämlich jene Bürger, die sich ein Auto nicht leisten können oder aus ökologischen Beweggründen auf ein Auto verzichten, die unter einem solchen Warnstreik zu leiden hatten. Diese Menschen, ebenso wie die hart arbeitenden Mitarbeiter der HAVAG, werden hier instrumentalisiert. Denn niemand wird in Abrede stellen, dass die Angestellten der HAVAG einen nützlichen Dienst an der Stadtgesellschaft verrichten und dabei einen großartigen Job machen, der oft sehr hart ist.

„Solidarität mit den Streikenden, auf das die Arbeitgeber sich bald einsichtig zeigen und nicht mehr die Bevölkerung in Geiselhaft für ihre Weigerung zu verhandeln nehmen.“, so der infantil wirkende Kommentar des linken Dirk Gernhardt auf Facebook. Doch so einfach, wie sich die linke Weltsicht gestaltet, ist es eben nicht. Im Gegenteil. Denn was die Linken hier vorsätzlich ausklammern ist die simple Frage „Wer soll das bezahlen?“ Dieselbe Frage stellt sich uns schon seit Beginn der Migrationsflut 2015, wo genau dieselben Protagonisten, die Linken, die SPD samt ihrer Gewerkschaften und die Marodeure der Grünen, diese massive Armutsmigration nach Deutschland laut schreiend forderten, um unser Land nach ihren Vorstellungen umzugestalten. Dieses „gesellschaftliche Experiment“ kostet die Stadt seither jedes Jahr zusätzlich mehrere Millionen. Genau dieses Geld fehlt an anderer Stelle. Hier zeigt man sich dann äußerst hartherzig und verweigert den hart arbeitenden Leistungsträgern, die notwendige Entlastung, die sie nach vielen Jahren im Wechselschichtdienst benötigen. Wem dieser Skandal nicht auffällt, der muss auf dem linken Auge schon gehörig blind sein.

Eine Entlastung der älteren Arbeitnehmer des ÖPNV kostet Geld. Die HAVAG ist aber kein multimilliardenschwerer Konzern, im Gegenteil, sie könnte ohne finanzielle städtische Zuschüsse nicht überleben, die Fahrpreise würden sonst ein Niveau erreichen, dass für den normalen Bürger unerschwinglich werden könnte. An der bestehenden Subventionierung des ÖPNV wird sich also nichts ändern lassen. Dagegen ist auch nicht wirklich etwas zu sagen, denn hier geht es auch für den Bürger um Lebensqualität in der Stadt, schnell und günstig von A nach B zu kommen und das möglichst zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Aber dafür ist der harte Alltag der im ÖPNV Beschäftigten notwendig, die im rollierenden Schichtsystem, Tag und Nacht, am Wochenende und auch an jedem Feiertag im Jahr ihren Dienst versehen müssen. Aus der Arbeitsmedizin ist bekannt, dass diese Beanspruchung bei den meisten Menschen nicht ohne Auswirkungen bleibt. So liegt es gerade in der Fürsorgepflicht der Arbeitgeber hier auf die Gesundheit der älteren Arbeitnehmer Rücksicht zu nehmen und hier zu entlasten. Schließlich möchten auch diese gesund ihren Ruhestand erreichen und nach einem arbeitsreichen Leben genießen können. Und genau hier ist der eigentliche Skandal. Die gleichen Akteure, die für alles und jeden in dieser Welt Mitgefühl und Solidarität empfinden, Milliarden für Hilfsprojekte und Hilfsprogramme in aller Welt ausgeben, die Mitmenschlichkeit heucheln und wie eine Monstranz vor sich hertragen, genau diese haben bis heute für die Entlastung der älteren Arbeitnehmer kein Angebot vorgelegt. Für die Alimentierung jedes sich noch so unberechtigt in diesem Land aufhaltenden Wirtschaftsflüchtling sind Milliarden und Abermilliarden vorhanden, wie wir spätestens seit der sogenannten Flüchtlingskrise 2015 wissen. Für die aber, die hier täglich ihre Gesundheit aufs Spiel setzen, die hier alles am Laufen halten und den Wohlstand erarbeiten, für die ist immer weniger da. Nein, vordergründig weggenommen wurde nichts. Aber vieles, was absolut angemessen ist, wurde und wird denen die es erarbeiten, unseren Bürgern, vorenthalten. Das ist der tatsächliche Skandal. Nein wir haben weder Platz noch Geld, dafür aber jede Menge Schulden und ungelöste Probleme.

Warnstreiks bei der HAVAG- Wir fordern Solidarität mit unseren Leistungsträgern