Der Ehrenbürger der Stadt Halle, Peter Sodann, ist am letzten Freitag im Alter von 87 Jahren verstorben. 

Voller Hochachtung und Respekt verneigen wir uns vor der großen Theaterpersönlichkeit unserer Stadt. Was mir in Erinnerung bleibt, war seine Gradlinigkeit, sein unbeugsamer Wille, das zu tun, was er für richtig hielt. Egal in welcher Gesellschaftsordnung, ob in der damaligen DDR oder dann im vereinten Deutschland. Egal, wer an der Macht war, sein Wille zu seiner Wahrheit war machtvoll, aufrichtig, teils schwer zu ertragen, aber die Liebe dazu stand bei ihm an oberster Stelle, sowie der kompromisslose Drang zur Freiheit. 

Seine visionäre Kraft war enorm und diese nutzte er, um zu gestalten. Die Idee, das „nt“, das „neue theater“, teils zu finanzieren durch die Gewinne eines zu errichtenden Hotels blieb ein Traum. Dass er nach 25 Jahren seinen Intendantensessel räumen musste wegen eines Beschlusses des Stadtrates, schmerzte ihn sehr. 

Unter seiner Intendanz stand sein Schauspielensemble treu zu ihm und das Publikum spürte das und unterstütze es mit ständiger Anwesenheit, Abend für Abend. Er traf genau den Nerv, was seine Hallenser brauchten. Freude, Weinen und Nachdenken, die Hallenser liebten ihn und seine Schauspieler, sowie alle Mitarbeiter. 

Durch ihn war ein tiefer friedlicher Geist in diesem neuen theater. Dafür danken wir ihm und werden ihn stets ehren und achten. Seiner Familie wünschen wir Kraft und Liebe, den großen Verlust zu bewältigen.

Danke Peter, ich habe von dir viel gelernt. 

Dein Olaf

 

Olaf Schöder                                              Alexander Raue
Kulturpolitischer Sprecher                    Fraktionsvorsitzender

Nachruf auf Peter Sodann

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