Seit vielen Monaten befindet sich Deutschland im Krisenmodus. Ohne zeitlichen Vorlauf schickte die Regierung im vergangenen Frühjahr große Teile der Wirtschaft in den Lockdown. Damit waren von jetzt auf gleich zahlreiche Existenzen mit dem wirtschaftlichen Aus bedroht.
In der Folge wurden Notprogramme aufgelegt, die mit Hilfe von Steuergeld die brachliegende Wirtschaft auffangen sollten. Zu diesen Programmen gehörten Kurzarbeitergeld und Soforthilfen in zuvor nicht gekannten Ausmaßen. Doch diese gigantischen Programme zur Finanzierung einer nicht laufenden Wirtschaft sind nicht auf Dauer fortführbar und werden bereits jetzt noch zahlreiche Generationen nach uns schwer belasten.

Sie waren sicherlich in dem Sinne notwendig, weil die Regierung sich nicht auf eine Pandemie vorbereitet hatte und diese fehlende Vorbereitung kompensiert werden musste, aber nun müssen wirkliche Konzepte her. Schon in der ersten Welle haben einige Einzelhändler ihre Existenz verloren, die Geschäfte sind nun für immer geschlossen. Allerdings, zahlreiche größere Supermarktketten bieten weiter Produkte an, auch jene, die nicht zum täglichen Bedarf gehören. Bitte verstehen Sie uns nicht falsch, wir befürworten dies ausdrücklich.

Nun hat dies aber zur Folge, dass sich beispielsweise bei Real und Globus die Menschen in den Kleidungs- und Spielzeugabteilungen drängen, während der originäre Fachhandel in diesen Segmenten, trotz entwickelter Hygienekonzepte, ohne nachvollziehbare Begründung geschlossen wurde. Weshalb sollte die Ansteckungsgefahr im dicht gedrängten Supermarkt geringer sein, als im Fachhandel mit Hygienekonzept und Abstand?

Bei so tief in das Leben der Menschen einschneidenden Maßnahmen darf man erwarten, dass die Politik die Notwendigkeit, unterlegt mit Argumenten und Fakten, dem Bürger erklärt.
Insbesondere im Fall des stationären Einzelhandels sollten Politiker auch wenn dies den meisten völlig fremd sein dürfte, bedenken, dass sich hier Akteure engagieren, die mit ihrer gesamten Existenz, inklusive ihres gesamten Vermögens, haften. Hier sind also nicht irgendwelche gut gepolsterten Angestellten und Beamte betroffen, sondern Menschen, die ihr gesamtes Vermögen und ihre Schaffenskraft in ihre Existenz gesteckt haben. Dieses Engagement, diese Bereitschaft Risiken einzugehen, sind im übrigen Motor und Rückgrat unserer Wirtschaft.

Es wird endlich Zeit für ganzheitliche Konzepte! Eine Pandemie stoppt man nicht, indem man einzelne Geschäfte offen lässt, in denen sich die Kunden dann dicht gedrängt versammeln, sondern indem man sinnvolle Maßnahmen unter Einhaltung von Abständen zulässt. Auch kann ein zentralisiertes Angebot, wie bei Real und Globus, nicht dazu beitragen, im Lockdown die Bürger dazu anzuhalten, keine weiten Wege- möglicherweise sogar noch in Bus und Bahn- durch die Stadt zurückzulegen. Unterstützen wir unsere lokalen Einzelhändler, helfen wir ihnen dabei ihre Hygienekonzepte umzusetzen und ihre Existenz zu erhalten. Geben wir der Wirtschaft, soweit es mit Konzepten verantwortbar ist, eine Chance und hören wir auf, alles immer nur mit Steuergeld auf dem Rücken künftiger Generationen lösen zu wollen!

+++ Solidarität mit den Einzelhändlern! AfD-Stadtratsfraktion fordert Konzepte zur sofortigen Öffnung des Einzelhandels! ** Mut zur Selbständigkeit darf nicht ins existenzielle Aus führen! +++